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Bauen & Wohnen

Unterschlupf für Bienen und Igel

Den Garten tier- und insektenfreundlich gestalten – idealerweise schon jetzt für den Frühling

Igel brauchen über den Winter einen sicheren Unterschlupf. Foto: pixabay

18.10.2021

Über 500 Wildbienenarten gibt es in Deutschland – doch jede zweite davon ist vom Aussterben bedroht. Ein Grund dafür ist, dass die Insekten immer weniger Nahrungsquellen in der Natur finden. Dabei ist ihre Bedeutung für eine intakte Umwelt nicht zu unterschätzen. „Ohne Bienen keine Ernte“, lautet ein geflügeltes Wort. Schließlich übernehmen Wild- und Honigbienen einen Großteil der Pflanzenbestäubung.

Jeder Gartenbesitzer kann einen Beitrag leisten, neue Lebensräume für bedrohte Arten zu schaffen. Angefangen mit einer insektenfreundlichen Bepflanzung bis hin zum Aufstellen von Nisthilfen und Futterstationen für Wildvögel oder einem Igelhaus.

Der biologisch vielfältige Garten fängt mit der Wahl der Beet- und Kübelpflanzen an. Ein Beispiel: Spezialzüchtungen mit gefüllten Blüten sind zwar schön anzusehen, erschweren Wildbienen aber den Zugang zum überlebenswichtigen Nektar. Bienenfreundliche Blumen sind ungefüllt, denn so kommen die Insekten einfacher an die Staubblätter.

Empfehlenswert sind regionale Blumensaatmischungen. Sie bieten Nahrung für die Insekten und sind im heimischen Garten zudem optisch ein Hingucker. Neben Nahrungsquellen kommt es auch auf Nistplätze, Unterschlupf und Winterquartiere an. Ein Bienenhotel ist einfach selbst gebaut oder im Fachhandel gekauft, eine Trockenmauer eignet sich ebenso als Unterschlupf.

Wichtig ist es, bei der Pflanzenpflege so weit wie möglich auf Pestizide zu verzichten. Sie halten nicht nur Schädlinge, sondern auch Nützlinge fern. Vögel haben es ebenfalls immer schwerer, intakte Naturräume zu finden. Mit Nistkästen und Futterplätzen lassen sich heimische Arten schützen. Und: Ein Igelhaus, ob selbst gebastelt oder gekauft, dient dem stacheligen Freund als Winterquartier. Um nachtaktive Tiere zu schützen, sollten Besitzer von Mährobotern ihre Geräte so programmieren, dass diese nicht nachts über die Rasenflächen fahren.

NATURNAHES GÄRTNERN

Viele Maßnahmen unterstützen das naturnahe Gärtnern: So lässt sich aus Kompost Naturdünger gewinnen; ein Gartenhäcksler dient dabei dazu, Grünschnitt vor dem Kompostieren zu zerkleinern. Und: Aufgefangenes Regenwasser, das im Garten genutzt wird, schont natürliche Ressourcen. djd