Der Arbeitsalltag dreht sich um Brot und Backwaren. Der oder die Bäckereifachverkäufer/in sorgt dafür, dass die Ware toll präsentiert ist und die Kunden immer persönlich und freundlich beraten werden. Der Arbeitsplatz variiert. Auch in einer klassischen Bäckerei oder in der Gastronomie und Hotellerie arbeiten Bäckereifachverkäufer. Die Ausbildung dauert drei Jahre und findet sowohl in einer Bäckerei als auch in einer Berufsschule statt. An erster Stelle steht natürlich der Umgang mit den Kunden. Aus diesem Grund sollte die Auszubildenden freundlich und aufgeschlossen sein. Denn umso fröhlicher und offener man mit den Kunden umgeht, desto wahrscheinlicher werden sie auch am nächsten Tag wieder ihre Bestellung ordern – und nicht bei der Konkurrenz. Zu einem Plausch mit dem Stammkunden sagt man also nicht nein, denn so fühlt sich der Kunde besonders wohl und die Arbeit macht gleich noch viel mehr Spaß.
   

INHALTSSTOFFE KENNEN

Da sich alles rund um Backwerke dreht, sollte der/die Bäckereifachverkäufer/in ein gewisses Interesse an Lebensmitteln und deren Inhaltsstoffen mitbringen. Denn viele Kunden wollen ganz genau wissen, welche Körner und welche Zusatzstoffe in dem Brot steckten. Die Verkäufer lernen daher die verschiedenen Zutaten und Inhaltsstoffe kennen und können so jede Kundenfrage beantworten. Ein bisschen Fingerspitzengefühl gehört ebenso dazu, denn damit die Brötchen so richtig Appetit machen, müssen sie besonders schön hergerichtet werden – und das auch unter Zeitdruck. Zu den Aufgaben gehört ebenso, Brote und Kuchen aufzuschneiden, die Backwaren zu verpacken, Brötchen fachgerecht zu belegen und zu garnieren sowie kleine Imbisse zuzubereiten. Auch die Auslagen zu dekorieren, kann Teil der Arbeit sein. Außerdem muss der/die Bäckereifachverkäufer/in für Sauberkeit und Ordnung im Verkaufsraum sorgen.
   

Was in den Brötchen alles steckt, weiß nicht nur der Bäcker, sondern auch der/die Bäckereifachverkäufer/in.
Was in den Brötchen alles steckt, weiß nicht nur der Bäcker, sondern auch der/die Bäckereifachverkäufer/in.

Auch wenn sie oder er bei der Arbeit keine Aufgaben der hohen Mathematik lösen muss, im Kopfrechnen sollte man fit sein, denn eine Kasse kann auch mal ausfallen. Einen Haupt- oder Realschulabschluss sollte man für die Ausbildung mitbringen. Hinzu kommt, dass im Lebensmittelhandel die Hygiene eine große Rolle spielt. Was man daher zu beachten hat und wie man den Verkaufsraum immer in einem Topzustand hält, erfährt man daher ebenso während der Ausbildung. Da Bäckereien oft auch samstags und sonntags die Kunden mit frisch gebackenen Brötchen verwöhnen, sollte sich der Auszubildende darauf einstellen, dass er auch an den Wochenenden hinter der Verkaufstheke steht. Solange man allerdings nicht älter als 18 ist, darf man sonntags immer ausschlafen – bis dahin ist Arbeit an Sonn- und Feiertagen nicht erlaubt.

Als Bäckereifachverkäufer/in ist für Abwechslung immer gesorgt, doch was springt eigentlich finanziell dabei raus? Während der Ausbildung bekommt der/die Bäckereifachverkäufer/in ein Gehalt, auch wenn dieses nicht besonders hoch ausfällt wie das eines/r Ausgebildeten. Im ersten Lehrjahr verdient der Auszubildende je nach Bäcker zwischen 550 und 730 Euro brutto im Monat. Im zweiten Lehrjahr gibt es schon etwas mehr, da verdient man zwischen 590 und 820 Euro brutto monatlich. Eine weitere Gehaltserhöhung steht noch mit dem letzten Lehrjahr an. Dann kann man mit einem Lohn zwischen 710 und 950 Euro brutto rechnen. Seit dem ersten Januar 2020 gilt auch der Azubi-Mindestlohn für alle Bäckereien.

WEITERBILDUNG MÖGLICH

Nach der Ausbildung zum/r Bäckereifachverkäufer/in ändert sich einiges, was das Gehalt betrifft. Die Zeit des Lernens ist vorbei, und man bekommt jetzt ein volles Gehalt. Dieses hängt von der Bäckerei ab, bei der man tätig ist. Oftmals werden Bäckereifachverkäufer/innen nach Stunden bezahlt. Ist man in Vollzeit angestellt und arbeitet 40 Stunden in der Woche, verdient man bei einem Stundenlohn von 9,35 Euro knapp 1500 Euro brutto im Monat. Der Arbeitgeber kann den/ die Bäckereifachverkäufer/in aber auch mit einem Festbetrag bezahlen.

Wenn der/Bäckereifachverkäufer/in entweder einen besonders großen Ehrgeiz zeigt oder eine Weiterbildung macht – wie die zur Handelsassistentin im Einzelhandel –, können sie oder er die Leitung einer Filiale oder eines Teams übernehmen. Damit trägt man sehr große Verantwortung, die mit einem entsprechend höheren Gehalt belohnt wird. ifi