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Fachgeschäfte

Entsorgung von Schrott

Walter Ott Rohstoff-Recycling besteht seit über 65 Jahren

Das Abladen von Schrott läuft zu Corona-Zeiten etwas anders ab. Foto: Walter Ott

22.02.2021

Auch während der Corona-Pandemie darf das Recycling von Schrotten und Metallen, die zu wertvollen Sekundärrohstoffen weiterverarbeitet werden, nicht zu kurz kommen. Wo einst die anliefernde Kundschaft aus dem Auto oder LKW steigen und in die Anmeldung kommen musste, steht heute ein Schild, das darauf hinweist, im Fahrzeug zu warten, bis die Ampel an der Waage grün zeigt.

Gerade auch in der kälteren Jahreszeit ist dies für die Kundschaft äußerst komfortabel. „So vermeiden wir unnötigen Kontakt zwischen der Kundschaft und unseren Mitarbeitern“, sagt Natascha Sekmen-Ott, die Tochter des Firmeninhabers.

2021 ist ein Jahr der Arbeitsjubiläen bei Firma Ott. Im Lager sowie bei den Fahrern kann die Firma dieses Jahr allerdings sowohl auf zehnjährige als auch 20-jährige Jubiläen verzeichnen. Auch Geschäftsführer Sascha Ott wird dieses Jahr sein 40. Arbeitsjubiläum feiern.

Seine Tochter Natascha ist bereits seit fünf Jahren fester Bestandteil des Unternehmens und ebnet den Weg für die Zukunft. Ihr liegt der technische Fortschritt innerhalb des Familienunternehmens sehr am Herzen, weshalb ihr Fokus im letzten Jahr der Digitalisierung betrieblicher Abläufe galt.

Dadurch konnten die LKW-Fahrer des Unternehmens auch möglichst kontaktlos die entsprechenden Container für die Kundschaft liefern. Das Tablet, mit dem jeder Fahrer ausgestattet ist, fügt die Geo-Koordinaten auf dem Lieferschein automatisch ein und sendet diesen an die entsprechende E-Mail-Adresse beim Kunden.

FAMILIENGEFÜHRT

Vorbei sind die Zeiten, in denen der LKW-Fahrer seinen Kugelschreiber jedem Kunden ausleihen konnte. Man könnte sagen, dass die Digitalisierung im Wesentlichen auch das Ansteckungsrisiko der Fahrer minimiert hat. Das im August bereits seit 65 Jahren bestehende familiengeführte Traditionsunternehmen Walter Ott Rohstoff-Recycling GmbH & Co. KG beschäftigt sich mit dem Recycling von Schrotten, Nicht-Eisen-Metallen, legiertem Schrott und technischer Keramik wie beispielsweise Schleifscheiben und feuerfesten Materialien.

Natascha und Sascha Ott mit Prüfpistole am Sortiertisch Foto: Walter Ott
Natascha und Sascha Ott mit Prüfpistole am Sortiertisch Foto: Walter Ott

Die Recycling-Spezialisten bedienen sowohl Firmen als auch Privatkunden. „Wenn zum Beispiel ein Haus saniert werden muss, stehen die Eigentümer oft vor der Frage, wohin mit den alten Heizungsrohren, Elektroleitungen, (Metall-)Blechverwahrungen oder Armaturen“, weiß Ott. Hier bietet das Unternehmen zwei Möglichkeiten: Entweder wird der Schrott selbst angeliefert, oder ein Container wird zur Verfügung gestellt und nach Beladung wieder abgeholt. Der moderne Fuhrpark mit fünf Absetzkipper-Lkw sorgt dabei für termingenaue und bedarfsgerechte Absetzcontainer. Alles, was in der Rutesheimer Schuckertstraße ankommt, wird hier klassifiziert, sortiert und für die Weiterverarbeitung vorbereitet. Das Altmetall wird in Handarbeit sortiert, eine Vorsortierung durch die Kundschaft ist hier natürlich von Vorteil und vermeidet Wartezeiten.

Der Schrott wird gewogen und zum Tagespreis abgerechnet. Je nach Menge und Wertigkeit des Materials bekommt der Kunde zwar nicht immer viel Geld, kann sich aber einer fachgerechten Verwertung sicher sein. „Viele Rohstoffe in unserer Natur sind endlich. Deshalb spielt das fachgerechte Recycling eine immer wichtiger werdende Rolle für unsere Umwelt“, weiß Sascha Ott. „Durch fachgerechte Verwertung können wertvolle Rohstoffe wieder dem Wirtschaftskreislauf zugeführt werden.“

Doch nicht alles kann in Rutesheim abgegeben werden. So müssen Waschmaschinen, Fernseher oder Batterien bei speziell dafür eingerichteten Abgabestellen aufgegeben werden. Dies gilt natürlich auch für alte Autos, die der Firma immer wieder zur Verschrottung angeboten werden. Auch Entrümpelungen fallen nicht in das Aufgabengebiet der Firma. red